
Istanbul, dessen früherer Name Konstantinopel war und das zu großen Teilen auf dem antiken Byzantion liegt, ist die größte Stadt der Türkei. Anders als die türkische Hauptstadt Ankara liegt Istanbul im Nordwesten des Landes sowohl auf europäischen als auch auf asiatischem Boden, getrennt nur durch den Bosporus, der die Stadt teilt.

Istanbul gilt aufgrund seiner über dreitausendjährigen Geschichte als eine der ältesten noch bestehenden Städte der Welt. Heute ist Istanbul das Kultur- und Wirtschaftszentrum der Türkei. So gibt es zahlreiche Museen (Topkapi Sarayi, Hagia Sophia, Chora Kirche, Archäologisches Museum, Istanbul Modern, Museum für türkische und islamische Kunst und Dolmabahce Sarayi), Residenzen und Moscheen.

Wirtschaftlich ist Istanbul heute der größte Markt und Umschlagplatz der Türkei. Das Wirtschaftleben wird geprägt durch die Börse, Verkehr, Banken, Presse, und den Großhandel. Zahlreiche Basare locken Einheimische wie Touristen. Der Fremdenverkehr ist sowieso einer der wichtigsten Wirtschaftszweige. Neben vielen Hostels mit Dachterasse und teilweise auch Blick aufs Meer oder Bosporus gibt es auch Hotels der gehobenen Klasse, schön gelegene Cafes und Restaurants.

Für die über 10 Millionen Einwohner Istanbuls gibt es ein gut ausgbautes Straßennetz, zahlreiche Brücken und Fährverbindungen über den Bosporus, aber auch ein modernen Nahverkehrsystem, dass weiter ausgebaut wird. Neben Vorortzügen der türkischen Staatsbahn, die die beiden Bahnhöhe Sirkeci und Kücükcekmece jeweils mit den auf ihren Seiten des Bosporus gelegenen Küstenorten verbinden gibt es seit dem Jahr 2000 auch eine Metro zwischen dem Taksim Platz und dem 5. Levent, eine Stadtbahn (Hafif Metro) von Aksaray zum Flughafen sowie eine moderne Straßenbahn die quer durch die historische Innenstadt von Istanbul führt und seit 2006 auch von Zeytinburnu nach Bagcilar.

Zwischen Karakoy und Tünel Platz gibt es noch eine unterirdische Standseilbahn, die seit 1875 besteht. Seit 2006 gibt es auch eine hochmoderne, unterirdische Standseilbahn von Kabatas hinauf zum Taksim Platz.

Besucher von Istanbul verschlägt es häufig auf den großen Basar, ein an allen Werktagen geöffneter Markt, in dem man die Atmosphäre des historischen Istanbuls erleben kann. Im vollständig überdachten Markt gibt es viele Händler mit Antiquitäten, Teppichen, Schmuck, Schuhen, Handtaschen und Bekleidungsstücken. Neben einem weiteren großen Markt, dem ägyptischen Basar und dem Balik Pazan (Fischmarkt) gibt es mehrere große Einkaufszentren - im europäischen Teil das Carousell in Barkirkoy, das Akmerkez in Etiler und das Metro City in Levent sowie im asiatischen Teil das Capitol in Kadikoy.

Istanbul hat ein feuchtes und mildes durch die Lage am Meer bestimmtes Klima. Durchschnittlich ist es über das Jahr 14 Grad Celsius warm, mit rund 23 Grad im Juli und 5 Grad im Januar. Im Winter ist das Wetter in Istanbul eher wechselhaft mit einer Mischung aus Regen und Schneefällen während es im Sommer relativ trocken ist.

Urlauber und Städtereisende erreichen Istanbul zumindest aus der Luft sehr gut. Es gibt zwei interenationale Flughäfen (Atatürk International Airport und Sabiha Gökcen). Auf dem Schienenweg gibt es zwar eine durchgehende Nachtzugverbindung aus Mitteleuropa (über Thessaloniki in Griechenland), der Zug führt aber selten mehr als drei Wagen und auch die Anzahl der innertürkischen Zugverbindungen ist für eine Stadt dieser Größe sehr bescheiden. In der Türkei fährt man eher Bus und so ist der Busbahnhof Esenler mit täglich rund 15 000 Busbewegungen einer der größten Busbahnhöfe Europas.
